Meningokokken
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Nebenwirkungen der Meningokokken-Impfung – Das sagt der Kinderarzt:

Neben den Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt gehören auch die Schutzimpfungen zu dem Programm, dass Deine Kinder sicher aufwachsen lässt. So sicher das eben möglich ist. In Deutschland kontrolliert das Paul Ehrlich Institut alle Impfstoffe auf ihre Sicherheit und Wirksamkeit, bevor sie für den Markt zugelassen werden. Moderne Impfungen sind gut verträglich und arm an Nebenwirkungen.

Womit Du nach einer Impfung bei Deinem Kind rechnen musst, ist die sogenannte Impfreaktion. Fieber, Unwohlsein und eine Rötung der Einstichstelle zum Beispiel. Aber keine Sorge, die Beschwerden legen sich in der Regel spätestens nach drei Tagen wieder.

Meningokokken-Impfung
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Fünf Fakten zur Meningokokken-Impfung und ihre Nebenwirkungen

  1. In Deutschland sind Meningokokken der Serogruppen B und C beheimatet.
  2. Infektionen mit Keimen der Gruppe C sind für ihre schweren Verläufe bekannt, die besonders Kinder betreffen.
  3. Die STIKO empfiehlt allen Kindern ab 12 Lebensmonaten eine einmalige Impfung gegen Meningokokken C.
  4. Der Impfstoff ist gut untersucht, gut verträglich und nebenwirkungsarm.
  5. Typische Impfreaktionen wie Fieber, Unruhe, eine Rötung und Schwellung der
  6. Einstichstelle können vorkommen und verschwinden nach wenigen Tagen von alleine. Sie zeigen, dass das Immunsystem auf den Impfstoff reagiert.

Kann die Meningokokken-Impfung Nebenwirkungen bei meinem Kind auslösen?

Ja, in sehr seltenen Fällen kann es zu einer allergischen Reaktion, einem Fieberkrampf oder einer kurzen Episode der Ohnmacht kommen.

Meningokokken-Impfung
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Was bei einer Infektion durch Meningokokken im Körper passiert

Meningokokken (Neisseria meningitidis) sind Bakterien, die auf der ganzen Welt zu finden sind. Sie sind besonders gefährlich für Kinder unter fünf Jahren und Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren. Meningokokken können eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder eine Blutvergiftung verursachen, die mit einem hohen Risiko für erhebliche Spätschäden oder für einen tödlichen Ausgang verbunden sind.

Wissenschaftler unterteilen die Keime in 12 Untergruppen oder Serogruppen. Für Kinder in Deutschland ist die Serogruppe C besonders wichtig, daher lautet die Empfehlung der STIKO (Ständige Impfkommission) ab einem Alter von 12 Monaten eine einmalige Impfung gegen diese Meningokokken durchzuführen.

Kinder, die sich häufig oder lange im Ausland aufhalten oder bestimmte Vorerkrankungen haben, erhalten eine Impfung mit einem A-C-W135-Y-Konjugat-Impfstoff, der zusätzliche Serogruppen des Keims abdeckt.

Euer Kinderarzt wird Euch entsprechend beraten. Bei Bedarf steht auch ein Impfstoff gegen Meningokokken der Serogruppe B zur Verfügung.

Meningokokken (Neisseria meningitidis)
Bacteria Neisseria gonorrhoeae or Neisseria meningitidis Copyright: Numstocker bigstockphoto

Mögliche Symptome und Nebenwirkungen der Meningokokken-Impfung beim Kind:

Nach der Impfung gegen Meningokokken kann Dein Kind etwas unruhig sein und erhöhte Temperatur bis hin zu hohem Fieber entwickeln. Die Injektionsstelle wird eventuell rot und schwillt etwas an. Manche Kinder haben leichte Schmerzen, wenn Du die Stelle berührst, und protestieren heftig. Mit einem Coolpack und Ablenkung kannst Du Deinem Kind helfen. Gegen Fieber und Gliederschmerzen helfen Paracetamol oder Ibuprofen in der passenden Dosis, die sich am Körpergewicht des kleinen Patienten orientiert.

Weitere Symptome, die zur Impfreaktion gehören können:

  • Kopfschmerzen
  • vermehrte Reizbarkeit
  • Dein Kind hat keinen Appetit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Schlafstörungen

In der Regel legen sich die harmlosen Beschwerden spätestens drei Tage nach der Impfung wieder. Falls Du Dir Sorgen machst und vermutest, dass doch etwas anderes hinter den Symptomen stecken könnte, sprich bitte mit dem Kinderarzt, der Dein Kind geimpft hat.

Die seltenen Nebenwirkungen der Meningokokken-Impfung

Echte Nebenwirkungen über die Impfreaktion hinaus treten nur sehr selten auf. Hier kann es zu einer allergischen Reaktion auf die Impfung kommen, zu Nackensteifigkeit, Sehstörungen und kurzen Ohnmachtsanfällen. Sprich mit Eurem Kinderarzt, wenn Du etwas ungewöhnliches beobachtest und frage nach, wenn Dir bei der gesetzlich vorgeschriebenen Aufklärung vor der Impfung etwas nicht klar geworden ist.

Quellenangaben:

  • Thomas Baumann, Atlas der Entwicklungsgeschichte: Vorsorgeuntersuchung von U1 bis U10/J1, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2015
  • Christian Speer, Manfred Gahr, Pädiatrie, Springer Medizin Verlag Heidelberg, 2005
  • Impfinformationsseiten des Robert Koch Institutes (www.rki.de)