Was hilft bei einem Gerstenkorn bei Kindern

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Gerstenkorn
Gerstenkorn Copyright: rob_lan bigstockphoto

Ein Gerstenkorn bei Kindern verursacht das das Auge juckt, tränt und schmerzhaft brennt. Berührst Du es mit dem Finger, erhöhen sich die Schmerzen. Oft handelt es sich bei einer Augeninfektion um ein sogenanntes Gerstenkorn. Was bei einem Gerstenkorn bei Kindern hilft und was die Ursache ist, erfährst Du hier.

Der Name klingt harmlos, wobei die Infektion mit zum Teil starken Schmerzen einhergeht. Der Fachbegriff lautet Hordeolum und steht für eine eitrige Entzündung am Auge. Das Gerstenkorn bildet sich entweder an der Innenseite des Augenlids oder an der Lidkante.

Bakterien infizieren die Talg- und Schweißdrüsen, weshalb sie sich entzünden. Die Drüsen schaffen es nicht mehr, ihren Aufgaben nachzukommen, weshalb das Auge schlechter gegen Umwelteinflüsse, wie Kälte, Licht und Wärme geschützt ist.

Gerstenkorn beim Kind
Was hilft sofort gegen ein Gerstenkorn? Copyright: Jay_Zynism bigstockphoto

 

Was hilft sofort gegen ein Gerstenkorn?

  • antibiotische Tropfen, Salben: verschreibungspflichtig vom Arzt
  • Rotlichtlampentherapie
  • Bockshornkleesamen: zu Brei verrühren und auflegen
  • Fenchel- und Kamillentee: aufs Auge
  • „Augentrost“: Kraut aus der Apotheke
  • naturtrüber Apfelessig: Achtung kein Essig darf ins Auge

Bei einem Gerstenkorn hilft in erster Linie der Arzt. Nach einer kurzen Untersuchung und Stellung der Diagnose erhältst Du ein Rezept für antibiotische Tropfen oder Salben. Diese verringern die Schwellung und beseitigen die Infektion.

Ein Hausmittel, um das Gerstenkorn in den Griff zu bekommen, ist eine Rotlichtlampentherapie. Besitzt Du zufällig eine Rotlichtlampe, trocknet das Rotlicht den Bakterienherd aus und lindert auf diese Weise die Schmerzen. Dreimal täglich für eine Viertelstunde Therapie genügt. Das Gerstenkorn „reift“ unter der Lampe schneller heran, öffnet sich anschließend von selbst und der Eiter fließt ab.

Ein Brei aus Bockshornkleesamen wirkt für das entzündete Auge beruhigend. Für diesen Zweck verrührst Du einen Esslöffel gemahlener Bockshornkleesamen in aufgekochtem Wasser zu einem festen Brei. Erst nachdem dieser abkühlt, streichst Du die Masse auf ein Leinentuch. Lege anschließend das Tuch für circa eine halbe Stunde auf das Gerstenkorn.

Fenchel- sowie Kamillenkräuter haben spezielle heilwirkende Fähigkeiten. Der Tee eignet sich besonders gut, um mit einem Leinentuch oder Wattetupfer das entzündete Augenlid mit dem Fenchel- oder Kamillentee abzutupfen.

Ein weiteres Mittel, das gegen ein Gerstenkorn hilft, ist das Kraut „Augentrost“ aus der Apotheke. Für die Anwendung übergießt Du zwei gehäufte Teelöffel des Heilkrauts mit heißem Wasser. Anschließend ist es wichtig, dass der Tee acht Minuten zieht. Tränke das Leinentuch mit der Flüssigkeit und lege es für eine halbe Stunde auf das betroffene Auge.

Eine heikle aber wirksame Methode gegen das Gerstenkorn ist ein naturtrüber Apfelessig. Essig ist stark desinfizierend und tötet die auslösenden Bakterien ab. Träufle ein paar Tropfen Essig auf ein Tuch und tupfe vorsichtig das Gerstenkorn ab. Allerdings ist darauf zu achten, unter keinen Umständen Essig ins Auge zu bringen.

 

Was gegen ein Gerstenkorn hilft und woher es kommt

Das Gerstenkorn stammt aus einer Entzündung der Schweiß- und Tränendrüse des Auges. In der Regel infizieren Bakterien diesen Bereich. Ein Gerstenkorn ist ein Indiz darauf, dass Du über ein geschwächtes Immunsystem verfügst. Zur Stärkung empfiehlt sich die Einnahme von Vitamin C und E.

Das Immunsystem unterstützen

Um das Immunsystem weiter aufzubessern ist es ratsam auf eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse zu sorgen. Ausschließlich auf diese Weise sorgst Du für die Deckung des täglichen Vitaminbedarfes. Eine weitere Möglichkeit was gegen ein Gerstenkorn vorbeugend hilft, ist, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Zwei bis drei Liter Wasser sowie ungesüßter Tee hilft dem Körper, Giftstoffe aus dem Körper zu spülen und den Stoffwechsel anzuregen.

Die körpereigenen Abwehrkräfte zu mobilisieren gelingt am besten, wenn das Herz-Kreislauf-System in Schwung gerät. Für diesen Zweck ist Bewegung und Sport wichtig. Ideal sind Ausdauersportarten, die das Herz fordern, wie Radfahren, Schwimmen und Laufen. Zusätzlich ist es hilfreich, sich Ruhe zu gönnen und Stress zu vermeiden. Oft setzt verstärkt auftretender Stress die Immunabwehr des Körpers weiter herab. Einen Tag auf Bildschirmarbeit und Fernsehen zu verzichten, hilft dem Auge, sich schneller zu erholen.